Es muss nicht immer Venedig sein......

Comacchio das verträumte Juwel oder auch das zweite Venedig Italiens. Lagunen, kleine Inseln, farbenfrohe Häuser und Flamingos.
Kategorie
Places
Autor
Sandra
Lesezeit
Datum
5 min
April 2026

Es muss nicht immer Venedig sein.........

Das ruhigere und andere zweite Venedig Italiens
Venedig ist einmalig und ein Touristenmagnet, aber nicht jede Stadt am Wasser kann Venedig sein.
Das bedeutet aber nicht, dass auch andere Städte Italiens am Wasser und mit durchzogenen Kanälen ihre eigene Identität und Schönheit haben.
Kennt Ihr bereits Comacchio in der Emilia Romagna in der Provinz Ferrara?

Die umliegenden Täler - Natur pur und UNESCO-Welterbe


Ob umliegende Lagunen, 13 kleine Brücken die die kleinen Inseln verbinden und süße farbenfrohe Häuser die über das Wasser blicken.
Das bezaubernde Städtchen wird auch als „Klein-Venedig“ genannt. Aber hier ist es anders; ruhiger, volkstümlicher, und eine verwurzelte Beziehung der Einheimischen zum Wasser, dem Fischfang, den Salzfeldern und eine tiefe Verbundenheit mit der Natur.

Comacchio das Klein-Venedig Italiens

Auf dem Wasser erbaut ist
Comacchios Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück, als die Anwohner die Inseln der Lagune nutzten, um eine von den Sümpfen geschützte Siedlung zu errichten. Wasser war einst Schutz und Verkehrsweg zugleich. Eine der Wahrzeichen ist die Trepponti-Brücke , die 1638 als Tor zum Ort erbaut wurde. Mit ihren fünf Treppen, die sich im zentralen Sockel vereinen, zählt sie bis heute zu den spektakulärsten Bauwerken der Region. Jede Ecke des hübschen Zentrums ist vom Wasser geprägt: Comacchio und seine verborgenen Schätze erkundet man am besten zu Fuß oder per Boot.

Historische Zentrum von Comacchio mit Kanälen und Brücken

Reichtümer der Vergangenheit – die Salzfelder
Zum Wohlstand verhalfen die Fischerei und die Salzfelder, das einstige „weiße Gold“. Heute stehen die Salinen der Gegend still aber eine der noch heute praktizierten Traditionen ist die Räucherung von Fisch in der Manifattura dei Marinati, ein uriges Museum und Räume zur Verkostung.

Die einstigen Salzfelder von Comacchio

Gelebte Traditionen und einmalige Aromen
Die Küche der Gegend ist intensiv und reich an Aromen. Ob Schalentiere und Fische, aber auch klassische Desserts wie die Torta Tenerina, leckere emilianische Pastagerichte, die hier mit maritimen Einflüssen verschmelzen. Die Küche ist hier Soulfood, ein Schmelztiegel an Kulturen, des Wissens und der natürlichen Ressourcen.

Die Fischerhütten von Comacchio

UNESCO-Weltkulturerbe – das Po Delta
Comacchio ist einladend, lebendig und lädt neben dem wunderschönen Stadtkern auch mit seiner näheren Umgebung ein.
Mehr als 13.000 Hektar Feuchtgebiete; Es ist ein Paradies für Flamingos, Reihern und vielen anderen Zugvogelarten. Es ist eine der artenreichsten Gebieten Europas und Biosphärenreservat.
Die Landschaft wechselt zwischen Kanälen, Lagunen und Wasserflächen, die je nach Jahreszeit ihre Farbe ändern und so endlos erscheinende Szenerien schaffen. Radwege führen bis zu den Sandstränden der Adria. Naturpfade führen ins Herz der Täler, vorbei an Fischerhütten und verlassenen Salinen.
Wasser ist hier das herrschende Element – das Treiben im Ort, die Kulinarik, die Natur und die unvergesslichen Ausblicke - Comacchio das „kleine Venedig“.

Flamingos in den Feuchtgebieten

Weitere Informationen zu diesem zauberhaftem Städtchen Comacchio gibt es unter dem Emilia Romagna Tourismusportal: https://emiliaromagnaturismo.it/de/orte/comacchio
Dort findet ihr auch alle Termine zu lokalen Festen, Sportmöglichkeiten und zu den nächsten schönen Sandstränden der Gegend.
Zur Anreise: Am besten mit dem eigenen Auto oder der nächste Flughafen ist Bologna.

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